Doktoranden in Lienz: Philipp Mair

Doktoranden in Lienz: Philipp Mair

Veranstaltungen & Termine 27.01.2020

Dissertation: "Entwicklung einer teilchenverstärkten Additive Manufacturing-Aluminiumlegierung" (Arbeitstitel)

Philipp Mair hat das Masterstudium Nano- und Materialwissenschaften 2018 an der Universität Innsbruck erfolgreich abgeschlossen und ist seither als wissenschaftlicher Mitarbeiter angestellt. Ziel seiner Dissertation ist die Entwicklung einer hochfesten und gleichzeitig preiswerten Aluminiumlegierung, die durch selektives Laserschmelzen, eine Methode der Additiven Fertigung, rissfrei verarbeitet werden kann. Dazu initiierte er eine Zusammenarbeit zwischen der Lienzer Mechatronik Division und dem Innsbrucker Arbeitsbereich für Werkstoffwisschenschaften mit dem Industriepartner GKN, einem der größten Automobil- und Luftfahrtzulieferer in mehr als 30 Ländern. Der Doktorand nutzt für seine Versuche verschiedene Geräte des NanoLab der Universität Innsbruck, wie zB das Röntgenmikroskop Xradia 520 Versa von Zeiss, FE-REM Schottky Feld Emissions Rasterelektronenmikroskop JSM-7610F von Joel sowie das Röntgendiffraktometer Empyrean von PANalytical. 2019 führte er erste Versuche an der Laserschmelzanlage (AconityLab) durch und konnte eine bereits am Markt verfügbare Aluminiumlegierung erfolgreich verarbeiten. Daraufhin wurden zu dieser Legierung Transmissionselektronenmikroskopische Untersuchungen (zur Bestimmung der Mikrostruktur) am FELMI Institut in Graz durchgeführt. Ziel ist es, die Ergebnisse 2020 zu veröffentlichen. Arbeitsaufenthalte beim GKN-Forschungszentrum in Radevormwald oder bei GKN Sinter Metals in Bruneck ermöglichen Philipp Einblicke in die Wirtschaft sowie Networking. Zukünftig sind weitere Auslandsaufenthalte in Deutschland sowie in den USA geplant. Mittels einer Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung in Dresden (kurz IWF Dresden) und Dank Förderungen des Landes Tirol können 2020 Schnellerstarrungsversuche an verschiedenen Aluminiumlegierungen durchgeführt werden. Philipp, der in Bruneck aufgewachsen ist, privat gerne Fußball spielt und Berg geht, wurde im Team des Campus Technik Lienz sowie des Innsbrucker Arbeitsbereichs für Werkstoffwissenschaften sehr freundlich aufgenommen. Als Materialwissenschaftler freut er sich zu sehen, wie das Interesse an der Additiven Fertigung von Jahr zu Jahr steigt und er seinen Beitrag zur Weiterentwicklung dieser Technologie leisten kann. Auch in Tirol gibt es mittlerweile einige Firmen, die sich mit dem Thema des selektiven Laserschmelzens beschäftigen. In Osttirol setzt das Unternehmen 3DP Kunststoffdrucker von HP ein und ein Konsortium regionaler Unternehmen hat die erste Laserschmelzanlage am Campus Technik Lienz angekauft. Zukünftige Kooperationen zwischen dem Campus Technik Lienz, dem Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften der Universität Innsbruck und den Osttiroler Unternehmen sind mit Sicherheit profitabel für alle Seiten. Fotonachweis Startseite: Martin Lugger